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:: Divisionär
Jakob Labhart |
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Im August
1936 rekognoszierte unter der Leitung von Divisionär
Labhart, Chef der Generalstabsabteilung,
eine Delegation höherer Offiziere den Kanton Graubünden.
Es wurde ein Konzept erarbeitet,
wie und wo man die Bündner Alpenpässe mit permanenten
Verteidigungsanlagen schützen konnte.
Die Offiziersgruppe konzentrierte sich zuerst auf die
Splügen-Achse, der kürzesten
Verbindung zwischen Hitler Deutschland und dem faschistischen
Italien. |
Einen
idealen Engpass für eine wirksame Sperre der Splügen-
und San Bernardino-Achse fand man östlich des Dorfes
Sufers im Gebiet der ehemaligen Sufner Schmelzi, wo im
19. Jahrhundert Eisen- und Kupfererze verhüttet und
eine zeitlang sogar Glas hergestellt worden war.
Man plante, das Gebiet mit verschiedenen
Infanteriewerken, die mit Maschinengewehren und Panzerabwehrkanonen
bestückt waren, zu sperren, und in diese Sperre ein
Artilleriewerk zu integrieren,
mit dem die vorgeschobene Infanterieverteidigung im Bereich
des Splügen-und San Bernardino-Passes unterstützt
werden konnte.
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Sperre bei Sufers |
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Geologische
Probleme und Koordinationsfragen im Zusammenhang mit
der Nutzung des Hinterrheins zur Elektrizitätserzeugung
(Stausee im Rheinwald) führten zu Verzögerungen.
Erst im Herbst 1938 lag das baureife Projekt vor.
Darum standen bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges erst die
beiden Infanteriewerke
Sufers und Geissrücken West bereit.
Sufers:
1 Panzerabwehrkanone, 2 Maschienengewehre, 1 Leichtes Maschinengewehr
Geissrücken
West: 1 Panzerabwehrkanone, 3 Maschinengewehre.
Auch als Italien 1940 an der Seite von Deutschland in den
Krieg trat, war das Artilleriewerk noch nicht kampfbereit.
Die aufwändigen Bauarbeiten an der als autonomes Werk
mit eigener Wasserversorgung und Elektrizitätserzeugung
gebauten Anlage und der Arbeitkräftemangel - ausgelöst
durch den Aktivdienst - führten zu Bauverzögerungen.
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Juni 1939 Baubeginn
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3. Sept. 1940 erfolgreiche
Schiessversuche mit den beiden Geschützen
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15. November
1940 Montage der drei Schrägaufzüge für
den Munitionstransport zu den Geschützen abgeschlossen,
d.h. von da an waren die beiden Geschütze kampfbereit
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5./6. Dez. 1941 provisorische
Abnahme der Lüftungsanlage
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17. Juni 1941 offizielle Einweihung
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Die Fertigstellungsarbeiten dauerten
bis Ende 1942
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Einige betriebliche Probleme, insbesondere die Probleme mit
den beiden Dieselmotoren konnte erst nach Beendigung des Krieges
definitiv behoben werden.
| Baukosten
total CHF 2.6 Mio. |
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Tiefbauarbeiten
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CHF 985'000 |
(38.3%) |
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Panzerung
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CHF 176'000 |
( 6.9%) |
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Installationen
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CHF 382'000 |
(14.8%) |
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Waffen u.
Waffenausrüstung
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CHF 359'000 |
( 1.4%) |
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Munition
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CHF 606'000 |
(23.6%) |
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Landerwerb
und Entschädigungen
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CHF 12'500 |
( 0.4%) |
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Projekt,
Bauleitung und Vorarbeiten
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CHF 50'000 |
( 2.0%) |
Aushubkubatur
ca. 7000 m3
Der Grossteil der Bauarbeiten wurde durch die Bauunternehmung
Prader + Cie. in Chur ausgeführt.
Während des Baus stand entlang der Schartenfront vom
Rheinufer bis zuoberst in die Anlage ein Schrägaufzug
zur Verfügung.
Der Bau der Anlage erfolgte unter strengster
Geheimhaltung. Das ganze Gelände war rund um die
Uhr bewacht - vom Bau der Anlage existieren keine Fotos und
nur wenige schriftliche Aufzeichnungen. Für die Bewachung
wurden Angehörige der Freiwilligen Grenzschutztruppe
eingesetzt. Im Jahre 1942 wurden Bewachung und Unterhalt von
Truppen des neugegründeten Festungswachtkorps übernommen.
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